Aus dem Alltag der Beratungsstellen

Jedes Jahr zeigen wir Ihnen an einem neuen beispielhaften Fall, was Ihre Spende im Leben eines älteren Menschen bewirken kann. Dieses Jahr möchten wir Ihnen die Geschichte von Trudi Ammann vorstellen.

Eine ältere Dame sitzt glücklich auf ihrer Terrasse

Lernen Sie Frau Ammann kennen und erfahren Sie, wie wir sie bestärken durften.

«Wer hilft mir?»
 Wenn ältere Menschen sich alleine fühlen

Trudi Ammann wohnt in einer kleinen Mietwohnung in Neukirch-Egnach. Sie geniesst es, bei schönem Wetter auf ihrer Terrasse zu verweilen. Dazu gehören für sie ein gutes Buch oder gerne auch einmal Gäste. Dann geschieht Unvorhergesehenes: Trudi stürzt in der Küche und bricht sich das Schlüsselbein. Nach dem Vorfall ist die 78-Jährige lange Zeit im Spital und in der Rehabilitation. Ihr behandelnder Arzt erklärte Trudi, der Sturz sei infolge ihres Bluthochdrucks passiert, der Schwindelgefühle auslösen könne. Vier Wochen nach dem Sturz kehrt sie nach Hause zurück.

Fortan begleiten Trudi Gefühle der Unsicherheit. Vieles ist für sie beschwerlich geworden. Die Rückkehr in den Alltag ist eine ständige Herausforderung. Die Rentnerin benötigt für die alltäglichen Abläufe deutlich länger als gewohnt. Sich anzuziehen, Einkaufen, Kochen und Putzen bereiten ihr Schmerzen. Den Haushalt schafft Trudi nur unter vorgängiger Einnahme von Schmerzmitteln, durch die sie schläfrig wird. Trudi ist der Verzweiflung nahe. Momentan ist ihr alles zu viel. Sie sieht sich überfordert und hat Angst, nicht länger zuhause leben zu können. Der Bruch verheilt nur langsam und stellt ihre Geduld auf eine schwere Probe. Oftmals fühlt sie sich alleine, ist unsicher und fürchtet einen weiteren Sturz.

An einem Herbstnachmittag klingelt es an ihrer Wohnungstüre. Eine Bekannte erzählt ihr, sie sei als Freiwillige für Pro Senectute Thurgau engagiert. Die Organisation setze sich für ältere Menschen im Kanton ein. Sie fragt, ob sie sich an der aktuellen Spendensammlung beteiligen möge. Trudi nutzt die Gelegenheit und erkundigt sich nach Unterstützung im Haushalt. Sie erzählt ihrer Bekannten ihr ganzes Leid und von ihrer Angst, nicht mehr allein zuhause leben zu können. Die Sammlerin berichtet Trudi von verschiedenen Hilfsangeboten von Pro Senectute Thurgau und empfiehlt ihr, sich in der Beratungsstelle in Arbon einen Termin für eine unentgeltliche Beratung geben zu lassen. Diesen Rat befolgt Trudi. Bereits in der Folgewoche hat sie einen Beratungstermin in Arbon.

Die Sozialarbeiterin beschreibt Trudi Einzelheiten zu den Leistungen, deren Ziele Hilfe und Unterstützung von älteren Menschen zuhause seien. Detailliert stellt sie ihr das Angebot von «Hilfen im und ums Haus» vor. Trudi zeigt sich überzeugt davon. Weiter organisiert die Sozialarbeiterin auf Wunsch von Trudi den Bezug eines Notfallknopfes. Die 78-Jährige ist erleichtert, diese Angebote beanspruchen zu können. Innert kurzer Frist sind beide Hilfsleistungen etabliert. Trudi hat ein gutes Gefühl und ist durch die Unterstützung im Haushalt spürbar entlastet. Der Notfallknopf gibt ihr die Sicherheit, im Bedarfsfall Hilfe anfordern zu können.

Schon bald geht es Trudi besser. Ihre Schulterschmerzen nimmt sie unbedeutender wahr. Die von Pro Senectute Thurgau ausgeführten Tätigkeiten erleichtern ihr das Leben deutlich und geben ihr neue Lebensfreude. Sie weiss, auf die Unterstützung von Pro Senectute Thurgau kann sie zählen. Bald hat Trudi auch wieder Lust, Besuch zu empfangen. Zuversicht gehört wieder zu ihrem Alltag. Sie fühlt sich glücklich, weiterhin eigenständig in ihrer Wohnung leben zu können. «Weil’s zuhause am schönsten ist», ist sich Trudi sicher.

(Die Geschichte von Trudi Ammann ist authentisch und ein Beispiel für unsere über 5'000 Beratungsstunden, die wir jährlich durchführen).

Pro Senectute Thurgau verwendet Spenden vollumfänglich dafür, ältere Menschen ab dem AHV-Alter kostenlos beraten zu können.

Spendeneinnahmen sind ein wichtiger Pfeiler unser Finanzierung. Als Stiftung sind wir davon abhängig - nur so können wir unsere Tätigkeit wie bisher weiterführen beziehungsweise uns weiterentwickeln im Sinne der wechselnden Bedürfnisse der älteren Bevölkerung.

Die Organisation ist mit Herausforderungen betreffend der unklaren Weiterführung der finanziellen Unterstützung durch die öffentlichen Hand konfrontiert. Weiter beschäftigt sie der voraussichtlich stark zunehmende Bedarf an Hilfsleistungen in der Zukunft durch die geburtenstarken Jahrgänge, die nun ins AHV-Alter eintreten.

Sie helfen uns mit einer Spende, diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Herzlichen Dank, sind Sie teil unseres Engagements.

Für ein selbstbestimmtes und würdevolles Alter(n) - auch in Zukunft.
 

Damit ältere Menschen im Thurgau in Geborgenheit und lange eigenständig leben können.

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